Upsspitze (2332m) – Winterbegehung (T3)
Nichts als Liebe. Für Spontanität, Einsamkeit und Abende, an denen die eigenen Hausberge nicht vom Hochgebirge zu unterscheiden sind.
Nichts als Liebe. Für Spontanität, Einsamkeit und Abende, an denen die eigenen Hausberge nicht vom Hochgebirge zu unterscheiden sind.
Eine Winterbegehung, die gar keine ist, ein Normalweg jenseits der Normalität und eine Geburtstagsparty auf einem langen Grat im Tannheimer Tal.
Ein Berg mit zwei Gesichtern – von Süden eine grüne Picknickwiese, von Norden ein scharfer, schroffer Grat. Dieser Wank hat uns wesentlich mehr abverlangt als unser Hausberg in Garmisch.
Wir sind wieder ehrenamtlich Spuren – diesmal tief in den Ammergauer Alpen – als sich unsere Wege wegen sehr unterschiedlichen Risikobeurteilungen trennen. Was auch der Beginn eines oscarreifen Bergsteigerdramas sein könnte, entpuppt sich als eindrucksvolle und einsame Winterüberschreitung.
Zu meinem Geburtstag ist mir wirklich nichts besseres eingefallen, als ausgehend vom Winterraum der Coburger Hütte Energie an den umliegenden Hängen und Bergen zu verbraten.
Was Spaghettikürbis, Hüttenbücher und die Polizei in der wahrscheinlich wildesten Tour 2022 suchen und wie wir zeitgleich eine wunderschöne Mehrseillänge und neue Liebe im tiefsten Wetterstein gefunden haben.
12 Stunden auf den Beinen, 7 Stunden in einer windgeprügelten Wand und einen Großteil davon auf der Flucht. Eine nicht ganz erfolgreiche Felsfahrt in den Westabbrüchen des Wettersteins.
Eine surreale Gratschneide zwischen tosenden Brandungen, überhängenden Klippen und fantastischen Sonnenaufgängen.
Zwischen Kaktus und Sanduhr, zwischen Sonnenbrand und Erfrieren, zwischen Bohrhaken und Free Solo. Ein abwechslungsreicher Ritt auf dem bizarren Traumpfeiler von Mallorca.
Ausgesetzt und einsam auf einen Klassiker an den Vajolettürmen.