Kletterblog & Berggeschichten
Gipfelstürmernadel (2360m) via Normalweg (V)
Gipfelstürmernadel (2360m) via Normalweg (V)

Gipfelstürmernadel (2360m) via Normalweg (V)

Literatur: Türme – 50 exponierte Klettertouren

Ich habe mich nur gefragt…warum tut man das?

Eine Hüttenbekanntschaft

Ja das fragen wir uns irgendwie alle manchmal. Ehrlicherweise – ein derart mieses Verhältnis von Zustiegsmühen zur Klettermetern ist uns auch noch nicht untergekommen. Und wir hatten speziell am Anfang unserer Kletterreise eine rückblickend wirklich eigenartige Phase, in der wir überhaupt keine Mühen für ein paar Griffe und Tritte in schlechtem Fels gescheut haben. Irgendwie sagt das aber direkt auch schon etwas über unser Ziel aus…

In der Erlspitzgruppe – dem westlichen Zipfel des Karwendelgebirges – tummeln sich einige formschöne bis bizarre Felsnadeln. Eine Auswahl hängt direkt im Eingangsbereich des Solsteinhauses aus. Der geschichtete Kalk wurde hier durch die Kontinentalplattenverschiebung genau senkrecht aufgestellt und hat teilweise Gebilde hinterlassen, die Kletterherzen höher schlagen ließen. Ein bewusst gewähltes Präteritum – denn das „Sammeln“ der oft eher rustikalen Türmchen ist inzwischen wohl aus der Mode geraten und bleibt nur noch Spezialisten und Liebhabern vorbehalten.

Lediglich die 2360 Meter hohe Gipfelstürmernadel genießt eine gewisse Berühmtheit. Immerhin ist sie das Wahrzeichen der alpinen Gesellschaft der Gipfelstürmer, welche seit über 110 Jahren namhafte Kletterer und Bergsteiger vereint. Alle vier „Wege“ auf die schlanke Nadel wurden von Vereinsmitgliedern der Gipfelstürmer erschlossen – gleich zwei der Linien gehen auf Hermann Buhl zurück, dem im Alter von 16 Jahren zunächst ein Versuch an der Nadel verwehrt wurde. Ein paar Jahre später gelang ihm die Erstbegehung der kühnen und scharfen Südkante.

Über ein halbes Jahrhundert später spannt Heinz Zak eine Highline über die Nadel und bringt von deren Begehung Bilder mit, die wohl jeder schonmal gesehen hat. Nun muss aber aber keine Kletterlegende oder Pionier im Alpinismus sein um mit der kühnen Nadel in Kontakt zu kommen. Sie offenbart sich all denen, die die etwas mühsamere Besteigung der Erlspitze auf sich nehmen und kurz vor dem Gipfel einen Blick in die ins Gleirschtal hinabsausende Rinne riskiert.

Hui

Hannah auf der Gipfelstürmernadel (2360m)
Normalweg, Westwand, Nordwand?

Über den leichtesten Weg auf den kühnen Turm sind sich alle einig – der 1918 von der Seilschaft Netzer/Berghammer entdeckte Normalweg. Bloß über die Himmelsrichtung wird sich die Literatur nicht ganz einig. Otti Wiedmann (Abenteuer Klettern Tirol) und der Panico Alpinkletterführer Karwendel* sehen die Linie in der Westwand der Nadel. Stefan Stadler hat in seinem Auswahlführer Türme – 50 exponierte Klettertouren dann eher die Nordwand vorgeschlagen. In der engen Rinne sieht man schlicht den Berg vor lauter Berg nicht. Und da man sich am wenige Quadratzentimeter messenden Wandfuß ohnehin nicht verlaufen kann, ist es eigentlich auch völlig egal welche Ausrichtung die Linie jetzt genau hat.

Wie einige Ziele diesen Sommer stand die Gipfelstürmernadel fast seit Stunde Null auf dem Wunschzettel. Leichte aber kühne Türmchen und steile Kanten waren spätestens seit dem ersten Besuch in den Dolomiten im August 2022 der ganz heiße Sch**ß und Themen wie Wandkletterei oder Arco fast schon generisch boykottierte Fremdwörter in unserem Wortschatz. Die Gipfelstürmernadel ist einige Jahre liegen geblieben. Sowas ließ sich heuer auch in den Berichten zur Kubanek-Spindler oder zur Melzerkante lesen. Und – wie sollte es denn anders sein – auch hier gilt:

Besser isses

Zustieg

Eigentlich wären wir jetzt schon im Bergell auf Kletterurlaub – das Wetter passt dort aber nicht wirklich zum Vorhaben: tiefe Bewölkung, hohe Regenwahrscheinlichkeiten und Wind. Daheim dagegen scheint die wie üblich von Westen aufziehende Front aber noch einen Tag zu brauchen, sodass sich eine spontane Kletterei ausgehen sollte. Da wir trotzdem ein wenig auf dem Sprung in den Urlaub sind und das meiste schon fein säuberlich gepackt hatten, soll’s keine allzu große Mission werden. Kurzum – das unverhoffte Quantum Zeit für den spitzesten aller Karwendelgipfel.

Übernachtet man nicht auf dem Solsteinhaus oder ist nicht in Besitz eines E-Bikes, so ist der Zustieg ein mühsames Stückchen Arbeit. Wir gehören in beide Kategorien und auch das kurzfristig zusammengeworfene Frühstück aus Burgerresten vom Vortag tröstet nur kurzweilig über den zähen Hatscher von Hochzirl auf die Erlspitze hinweg.

9 Kilometer und 1500 Höhenmeter gilt es zu überwinden bevor überhaupt ans Klettern gedacht werden darf. Dass die Hälfte der Strecke auf recht öde Forststraßen entfällt wirkt nicht gerade belebend. Die Schotterreisen des Höllkars sind eine gelungene aber kurzweilige Abwechslung, der Anstieg vom Solsteinhaus auf die Erlspitze sieht lang und steil aus und läuft sich auch genau so. Wandern müsste man können.

Erneut ein Flirt mit der aufziehenden Front – dahinter die Stubaier Alpen

Ein wenig strapaziert keuchen wir uns auf den tollen Aussichtsberg. Eine durchaus interessant und schöne Perspektive auf das Wettersteingebirge, die langen Kämme des Karwendels und die Stubaier Alpen. Den Blickwinkel aus der Erlspitzgruppe in die durchaus bekannte Landschaft haben wir bisher noch nie eingenommen – alles zwischen den Arnspitzen und den Brandjochspitzen wurde bisher gekonnt ignoriert. Beim Gipfelanstieg haben wir natürlich schon einigen neugierigen Blick hinunter zu unserer Nadel geworfen.

Hui

Nach einer kurzen, regenerativen Rast am Gipfel steigen wir die wenigen Höhenmeter zum Eingang in die steile Rinne ab, in dessen Mitte die Gipfelstürmernadel steht. Meistens werden Strukturen am Berg im Näherkommen kleiner und geneigter. Die Nadel bestätigt diese Regel mit einer Ausnahme. Mit jedem Schritt hinab gewinnt sie an Höhe und beinahe abdrängender Steilheit.

Abstiegsrinne (II-III)

Dass die Rinne, die fast keine Sonne bekommt und nach schneereichen Wintern sehr lange mit Altschnee gefüllt ist halbwegs ernst ist, ist bekannt. Hier können Pickel und Steigeisen durchaus noch angebracht sein, wenn ringsum schon der Sommer Einzug gehalten hat. Wir finden sie Anfang September in „Idealbedingungen“ vor und brauchen trotzdem einen Moment, bis wir uns an die eigenartige Schichtung gewöhnt haben. Oft eingespreizt kraxelt es sich zwischen den stumpfen Rippen recht statisch hinab – die wirklich guten Henkel sind aber meist brüchig und trügerische Fallen. Ein paar eingestreute, sehr splittrige Geröllpassagen garnieren das Vergnügen, die maroden Schlaghaken – teils optimistisch als Abseilstellen angepriesen – lassen wir liegen.

Insgesamt lohnt es hier schon einen Helm zu tragen und mit etwas Achtsamkeit an die Sache heranzugehen. Was man von oben nicht so gut erkennt – die Rinne bricht unten kurz vor der Nadel ziemlich sportlich ab und bildet davor nur ein kleines, morsches Plateau aus einem Klemmblock, aufgeschüttetem Material und einem pfiffigen Durchschlupf zum freien Fall aus. Bilderbuch-Absturzgelände.

Wir folgen der Rinne bis auf besagtes Plateau und klettern dann links über eine kleine, relativ griffige Stufe von 2-3 Metern auf den schmalen Kamm, der direkt von Buhl’s legendärer Kante in den Erdboden zieht. Die Versuchung war vorhanden bereits früher auf diesen Kamm zu queren – rückblickend wäre das aber wahrscheinlich die unschönere und ausgesetztere Variante gewesen. Am Einstieg zur Südkante wird zum ersten Mal klar wie schlank diese Nadel wirklich ist und wie grotesk diese Formation der Schwerkraft und allgegenwärtigen Erosion trotzt.

Wird schon noch ein paar Tage stehen bleiben

Der Einstieg zum Normalweg ist rasch gefunden und lässt sich über einen sehr kurzen Abstieg ans linke Ufer des Turmsockels erreichen. Eine markante Schuppe und einige Schlaghaken zieren den Einstieg – wirklich viel Raum zum Rangieren ist nicht.

1. Seillänge (V)

Da auch am Wandfuß wenig und abfallendes Gelände vorherrscht verstärken wir den vorhanden Standplatz aus zwei Schlaghaken noch mit einem .75 Camalot. Die eigentliche Herausforderung bleibt aber auf dem brüchigen Band in die Kletterpatschen zu schlüpfen ohne eine neue Schlagzeile bei Alpin.de zu verursachen.

Ich weiß gar nicht, wie wir darauf kommen, dass ich vorsteige. Und sobald meine Füße den Boden verlassen bin ich auch gar nicht mehr so zufrieden mit meiner Situation. 2 Normalhaken sichern den ersten Aufschwung in halbwegs engen Abständen ab – dieser entpuppt sich aber als klassisch zach. Dass man auch immer in so alte 5er einsteigen muss. Steil, abdrägend und rutschig geht es an der Rissschuppe empor wobei ich die Kletterei eher links an griffigen Leisten angehe und den eigentlichen Riss nur für ein paar unübersichtliche Tritte benutze. Der erste Aufschwung fordert zumindest von mir Maximalkraft und ein paar Hänger ein, bis ich mich traue zum rettenden Henkel über dem ersten Aufschwung durchzuziehen. Reichweite hilft auf jeden Fall. Dort taucht dann auch ein guter, silberner Normalhaken auf.

Anschließend geht es – deutlich gestufter und einfacher über den würfeligen Fels empor. Die plötzlich ordentlich luftige Kletterei spielt sich hier kurzzeitig in überraschend festem Fels ab – ein längerer Runout auf die Spitze der Riesenschuppe ist aber wahrscheinlich in Kauf zu nehmen. Mit sehr großen Friends (#3 oder #4) hätte man hier wahrscheinlich punktuell auch mit dem großen Riss der Schuppe arbeiten können – wir haben aber nur eine reduzierte Auswahl kleiner und mittlerer Klemmgeräte dabei, die ich im kompakten Fels nicht verwertet kriege. Zum Glück wird es nach dem ersten Aufschwung wirklich markant einfacher – hier ist nur noch ein 3. oder vielleicht 4. Grad zu steigen.

Wir waren uns nicht ganz sicher, ob wir die Nadel am Stück ersteigen oder einen Zwischenstand auf der großen Schuppe beziehen können. Dort angekommen, lacht mich die Möglichkeit 3 Schlaghaken mit einer langen Reepschnurr einzufangen aber dermaßen an, dass Hannah auch noch ihren Vorstieg und Anteil an der Besteigung der Gipfelstürmernadel bekommt. Alles andere wäre grober Unfug.

2. Seillänge (V)

Hannah schließt zu mir auf und steigt nach der Materialübergabe in das kühne, senkrechte Gipfelwändchen ein. Dadurch, dass die Rinne hinter dem Sockel auf dem die Nadel gelagert ist weiter abfällt hat sich mit der Querung in die West- bzw. Nordwand ein gewaltiger Tiefblick aufgebaut, den wir uns in gekletterten Metern gar nicht verdient haben und der dadurch auch sehr unverhofft ins Bewusstsein kriecht. Landschaftlich ist das Manöver beinahe so berauschend wie die steilen Ausstiegslängen aus der Fiameskante – nur dass wir uns die Kletterei hier nicht mit einem Dutzend Seillängen erarbeitet haben.

Dolomitig, vertikal und unglaublich ausgesetzt

Hannah arbeitet sich mit kühlem Kopf durch das vertikale Puzzle über uns. Zunächst geben zwei Schlaghaken eine Richtung vor – nämlich direkt und etwas schwammig in eine markante Delle über dem Standplatz. Hier wartet ein Riss, in dem wir tatsächlich einen unserer mittleren Friends versenken könnten. Die Seilführung wird aber fast runder, wenn man sich direkt rechts zum Normalhaken orientiert. Denn statt hier direkt im Riss und danach in sehr brüchigem, überhängenden Schrott zu bleiben weicht Hannah elegant ein Stückchen auf schmalen Rampen nach Rechts aus und klettert dort die letzten sehr steilen Meter zum Abseilstand. Später lesen wir, dass Panico genau diese Rechts-Links-Schleife zum Abseilstand auch vorschlägt. Exzellent.

Im Nachstieg habe ich – wie oft in dieser Rolle – reichlich Respekt für Hannah’s wilden Vorstieg übrig. Der Tiefblick auf die schaurigen Zähne und Kanten unter uns und der brüchige Fels beeindrucken und die weiterhin dünne Absicherung und Absicherbarkeit machen die Fortbewegung in dem Gelände zu einer Probe für den Geist. Bloß, dass ich bereits am perfekt sanierten Abseilstand gesichert bin, während meine Vorsteigerin diese Reise an ein paar alten Schlaghaken absolviert hat.

Auf dem messerscharfen Gipfel haben genau zwei Personen Platz – ein Glück, dass wir die Gipfelstürmernadel heute ohnehin für uns allein haben. Im Bereich der Gipfelfahne hat wirklich nur mehr ein Fuß Platz während man ringsum klassische Karwendelabgründe bestaunen darf. Schwindelerregend, dass hier eine Highline begangen wurde. Schwindelerregend, dass ein Hermann Buhl hier steilere Varianten gesucht hat. Das Gipfelbuch von 1975 ist Sammelstelle für einige bekannte Namen und längst vergangene Geschichten – zeugt aber auch von den seltenen Besuchen, die dieser kleine Gipfel erhält. Vielleicht fehlt aber auch einfach ein Stift um sich zu verewigen – so ist’s uns nämlich ergangen.

Im Zweifel können wir also gar nicht beweisen, dass wir jemals oben waren.

Wir waren hier 🙂

Unter einem mit den Vorboten des anrückenden Wetters geschmückten Himmel genießen wir eine Weile die Stille und den wahnsinnigen Blick auf die bleichen Kalkberge des Karwendelgebirges. Wohlwissend, dass dieser Moment wahrscheinlich nicht wieder kommen wird. Zumindest glaube ich nicht, dass es mich nochmal auf diesen Gipfel verschlagen wird.

Abseilfahrt

Absolut dankbar ist die Tatsache, dass diejenigen, die den rustikalen Anstieg auf sich nehmen belohnt werden. Nämlich mit einer feinen, modern sanierten Abseilstelle. Der Abstieg von der Nadel stellt demnach kein Problem dar und erfolgt spektakulär entlang der Aufstiegslinie. Dabei lassen sich auch Fotos machen, die zwar mit Klettern wenig zu tun haben, Tante Erna (frei erfunden) aber gewaltig imponieren werden.

Abseilfahrt vor epischer Karwendelkulisse

Dass sich eine solche Tour kaum in Bildern festhalten oder vermitteln lässt liegt auf der Hand und auch meine paar Zeilen Text sind allerhöchstens ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir schaffen es ja nichtmal dem Wanderer (und Ex-Kletterer) am Solsteinhaus, der uns bei seiner Tour auf die Erlspitze an der Nadel herumturnen gesehen hat den Sinn der Sache zu verkaufen. Und da waren die Emotionen noch frisch und die Augen noch leuchtend.

Ich habe mich nur gefragt…warum tut man das?

Eine Hüttenbekanntschaft

Bei erneut elendig langen und schwülen Abstieg verfluchen wir die Tatsache, dass wir a) keine Gleitschirme dabei haben und b) ohnehin nicht gegen das bestehende Startverbot im Karwendel verstoßen würden. Was wir nicht verfluchen ist die Tour auf die geschichtsträchtige und unwirkliche Nadel an der Erlspitze. Die wird es in dieser Form nur einmal geben und über den Wert dieses Tages dürfen wir frei entscheiden.


Schwierigkeit, Versicherung und Material

Harte, teils einschüchternde und exponierte Kletterei der alten Schule die Nichts mit dem 5. Grad im Klettergarten gemein hat. Die zwei markant kniffligen Stellen befinde sich direkt am Einstieg und auf den ersten Metern von der Schuppe weg in die Gipfelwand. Die Kletterei ist oft steil, nicht immer fest und oft ein wenig unübersichtlich. Die erste Seillänge flacht nach dem harten Aufschwung spürbar ab – fordert aber je nach Laune & mitgeführtem Material einen Runout von knapp 10 Metern. Die zweite Seillänge ist homogen steiler und härter und erfordert er technisches und überlegtes Steigen in wechselhaftem Fels. Es stecken einige Haken in relativ regelmäßigen Abständen. Es handelt sich aber stets um alte Normalhaken unterschiedlicher Qualität. Die Nadel lässt sich auch am Stück in einer Seillänge ersteigen – auf der Schuppe steht es sich aber eigentlich ganz gemütlich und einen passablen Standplatz bekommt man schon auch gezimmert. Der Abseilstand ist perfekt eingerichtet.

Zusätzliches Material spielt eine geringere Rolle als wir ursprünglich angenommen hatten. Der Fels präsentiert sich relativ geschlossen. Möchte man unten mit Cams arbeiten, benötigt man sehr große Exemplare und einige Zeit zum Fummeln in einem abdrägenden Stückchen Fels. Ich hatte beides nicht und weiß auch nicht ob’s mit den Tellern am Gurt so viel feiner gewesen wäre. Oben raus bieten sich zwar ein paar engere Risse an – die Schlaghaken haben hier aber eine Dichte, die bei ausreichend Puffer in der Kletterei beinahe zum Durchstieg einladen. Möchte man den Standplatz auf der Schuppe über 3 Haken spannen, benötigt man sehr lange Schlingen bzw. Reepschnur. Ich hab zwei grob 2-3 Meter lange Stränge miteinander verknotet und damit einen gemütlichen Südtiroler gebastelt bekommen. Auch für den Gipfel ist es ganz nett, wenn man mit einer größeren Bandschlinge ein wenig Material eingefangen kriegt.

Zusammenfassung

Der alte Traum von den allerschärfsten Türmchen ist inzwischen wahrscheinlich ein wenig überholt. Auch uns hat eine Realität eingeholt, in der wir großen Wänden und moderner Wandkletterei viel abgewinnen können – und nicht für jede markante Erhebung einen vollen Tag wandern gehen. Umso schöner hier nicht nur ein bisschen zu den eigenen Wurzeln zurückzukehren sondern auch wieder einen erdenden Bezug dafür zu kriegen, was vor 100 Jahren bereits möglich war und wie weit sich der heutige Geschmack von damaligen Idealen weg bewegt hat. Die Nadel selbst – eine absolute Wucht und ein einmaliges Erlebnis. Ein Erlebnis, das aber relativ ehrlich und mit etwas Bedacht erarbeitet werden will.

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